Praxisbeispiel: Tobler & Co. AG

Familiäres Klima fördert Gesundheit

Die Tobler & Co AG in Rehetobel ist ein kleiner Betrieb, in dem die Gesundheit der Mitarbeiter gross geschrieben wird. Sechs Mitarbeitende teilen sich die 400 Stellen- prozente. Sie sehen sich praktisch täglich. In diesem engen Kontakt redet man zwar über Gott und die Welt, aber eben auch über Verbesserungen an Werkzeugen und im Produktionsablauf. «Davon profitieren beide Seiten und die betriebliche Gesundheit», sagt Geschäftsführer Heinz Gröli.

Portrait

Dass das familiäre Betriebsklima auch der Gesundheit zuträglich ist und betriebswirtschaftlich Vorteile bringt, zeigt die Statistik. «Wir haben praktisch keine Krankheitstage zu verzeichnen. Da staune ich immer wieder», sagt der Geschäftsführer, «und seit Jahren haben wir keinen Arbeitsunfall mehr gehabt. Diese Bilanz Ende Jahr ist für mich etwas vom Schönsten.» Nur, auch Heinz Gröli weiss, dass von nichts, nichts kommt: «Wir sorgen konsequent dafür, dass alle Schutzvorrichtungen benutzt werden – Schutzbrillen ebenso wie Schnitthandschuhe und vieles mehr.» Zudem seien alle Mitarbeitenden sehr aufmerksam bei sich, aber auch gegenüber anderen, die auf allfällige Gefahren aufmerksam gemacht werden. Ebenso ist die gegenseitige Hilfsbereitschaft sehr hoch, lobt der Geschäftsführer.

Im Gespräch entstehen Verbesserungen

Ein «Herr-im-Haus-Denken» kennt Heinz Gröli nicht. Er ist im Dauergespräch mit seinen Mitarbeitenden und fragt regelmässig und bewusst nach deren Befinden, erkundigt sich danach, ob neue Werkzeuge gut in der Hand liegen und ob das Licht an der Nähmaschine gut sei zum Arbeiten. Er weiss eben, dass er und die Firma von einer optimalen Arbeitsorganisation und der guten Funktionalität der Einrichtungen profitieren. Gröli sagt denn auch klar: «Solche Gespräche führen immer wieder zu Verbesserungen – für die Mitarbeitenden genauso wie für das Unternehmen. Auf Anregung der Mitarbeitenden wurden neue Scheren gekauft und ein Dämpftisch vom lokalen Handwerker nach den Bedürfnissen der daran Arbeitenden umgebaut.

Keine einseitigen Belastungen

Zur betrieblichen Gesundheitsförderung gehört auch, dass die Mitarbeitenden entlang der ganzen Produktionskette eingesetzt werden und Aufträge von A bis Z machen. «Sie haben keine eintönige Arbeit, sondern einen steten Wechsel der Bewegungsabläufe und damit auch der körperlichen Belastungen. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus», sagt Geschäftsführer Gröli, und man spürt, dass bewusste Gesundheitsförderung dahinter steht. Es ist aber auch kein Zufall, dass Heinz Gröli dieses «Gschpüri» für Gesundheitsförderung hat: Er, der beruflich vom Kaufmännischen her kommt, arbeitete längere Zeit im Sozialbereich – unter anderem bei Caritas – und ist mit einer Therapeutin verheiratet.

Kernaussage zu BGM: