Praxisbeispiel: St.Gallische-Appenzellische Kraftwerke AG

Auf dem Weg von der Prävention zur Gesundheitsförderung

Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) ist eine im Jahre 1914 gegründete Aktiengesellschaft im Besitz der Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden. Hauptaufgabe ist die Sicherstellung der Elektrizitätsversorgung in den drei Kantonen. Direkt oder indirekt werden rund 400’000 Menschen mit elektrischem Strom, der Schlüsselenergie unseres Landes und unserer Region versorgt. Mit rund 260 Mitarbeitenden wird die ganze Wertschöpfungskette von der Energiebeschaffung über Bau, Betrieb und Instandhaltung von Netzanlagen und Kraftwerken bis zu Vertrieb und Verrechnung der Energielieferungen abgedeckt.

Portrait

Prävention – Verhinderung von Unfällen

Der Umgang mit elektrischer Energie birgt besondere Risiken. Dies wusste man bereits bei der Gründung der SAK. Aus diesem Grund wurde bereits damals versucht, Unfälle durch Weisungen zu Arbeitsausführungen zu verhindern. Ein stetiger Ausbau dieser Vorgaben – auch im Rahmen der gesetzlichen Weisungen – hat dazu beigetragen, dass der Umgang mit Strom für Fachleute heute sehr sicher ist. In den letzten rund zwanzig Jahren hat die SUVA die Unfallverhütung generell stark gefördert und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht. Durch diese jahrzehntelange Entwicklung der Unfallverhütung wurden unser Unternehmen und unsere Mitarbeitenden stark geprägt und wir haben bezüglich Prävention einen sehr guten Stand erreicht. Mit verschiedenen Mitteln wie Zertifizierung, Audits, internen und externen Kommissionen, Handbuch für die Arbeitssicherheit etc. versuchen wir, diesen hohen Standard zu halten und nach Möglichkeit laufend zu verbessern.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Bis vor kurzem war die Unfallverhütung für uns ein in sich geschlossenes Thema und die Antwort auf die Frage: Was macht krank bzw. gefährdet die Gesundheit? Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wurde als Vermeidung bzw. Verminderung von Risikofaktoren verstanden.

Heute stellen wir die Frage: Was erhält gesund? Damit zielen wir nicht mehr nur nach der Eliminierung der Risikofaktoren sondern auf die Stärkung der Ressourcen, welche positiven Einfluss auf diese Frage nehmen. Diese ganzheitliche Betrachtungsweise haben wir in unserer Personalpolitik vor zwei Jahren verankert und folgendermassen definiert: «Wir schützen und fördern die Gesundheit und Arbeitssicherheit unserer Mitarbeitenden im Rahmen unserer Möglichkeiten und stehen grundsätzlich zu einer gesunden work-life-balance.»

In der Zwischenzeit haben wir punktuell einige Massnahmen ausgebaut bzw. neu eingeführt. Dazu gehören: Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die Eigenverantwortung bezüglich Gesundheit, Einführung rauchfreier Gebäude, Gratisabgabe von Mineralwasser, Tee und Kaffee an alle Mitarbeitenden, Optimierung der Arbeits- und Sicherheitsausrüstung und die Verbesserung des Absenzenmanagements. In absehbarer Zeit wird die Frage einer systematischen Einführung der betrieblichen Gesundheitsförderung beantwortet. Basis dafür könnte das Programm der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz sein (www.kmu-vital.ch).

Kernaussage zu BGM: