Praxisbeispiel: Benninger Guss AG

Die Gesundheit der Mitarbeitenden ist besonders wichtig

Die Benninger Guss AG ist ein eigenständiges Familienunternehmen und eine fortschrittliche Arbeitgeberin mit 110 Mitarbeitenden. Das Unternehmen ist mit einem breiten Angebot an Standardgussprodukten (Stock Parts) auf dem Schweizer Markt präsent. Das Spezialfachgebiet ist der Formguss nach Kundenzeichnung (Casting Parts), wo hochwertige und anspruchsvolle Gussteile hergestellt werden – bei Stückgewichten von wenigen Gramm bis zu 5,5 Tonnen.

Portrait

Stärken des Unternehmens sind die hohe Qualität der Produkte, eine umfassende Qualitätskontrolle und ein breites Angebot an kundenorientierten Lösungen. Dafür sorgen die betriebseigene Engineering-Abteilung sowie modernste Fertigungsverfahren, die Benninger Guss in der Schweiz zum Teil exklusiv einsetzt – beispielsweise das dreidimensional, digital arbeitende DGP-Verfahren. Auf Kundenwunsch übernimmt das Uzwiler Unternehmen auch vor- und nachgelagerte Bearbeitungsschritte.

Mitarbeitende prägen Bild des Unternehmens

«Unser Erfolg ist der Erfolg der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter », sagt Thomas Schumacher, Leiter Human Resources. « Daher messen wir der Auswahl, Betreuung und Entwicklung unseres Personals hohe Bedeutung bei. Unser Klima soll von Vertrauen, Respekt und einer positiven Grundhaltung getragen sein. Wir fördern die menschliche und fachliche Kompetenz, das unternehmerische Denken und Handeln, die Kundenorientierung, die Selbstverantwortung, die Einsatzfreudigkeit sowie die Teamfähigkeit all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. » Zu diesem Bild eines Betriebsklimas gehört die Gesundheitsförderung, sagt Schumacher. Sie ergänzt die Vorsorgemassnahmen für die berufliche Sicherheit der Mitarbeitenden. Dieser kommt in einem Industriebetrieb wie es eine Giesserei ist, besondere Aufmerksamkeit zu, weil mit grossen Maschinen, schweren Teilen und glühendem Material gearbeitet wird. Schumacher wörtlich: « Mitarbeiter-Gesundheit ist für uns wichtig. Wir wissen um den Wert der Mitarbeitenden für das Unternehmen und fördern die Mitarbeitenden und deren Gesundheit. »

Ruheraum, Impfung, Fitness

In manchen Bereichen des betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) arbeitet das Unternehmen mit der benachbarten Bühler AG zusammen, sagt Thomas Schumacher. Daneben gibt es ein recht breites unternehmenseigenes BGF-Angebot bei Benninger Guss AG. Dazu gehört ein Ruheraum mit Betten, wo sich die Mitarbeitenden in den Pausen und über Mittag ausruhen können. Der Raum werde sehr gut genutzt, weiss der Personalchef aus Erfahrung. Auch das Angebot von Gutscheinen für ein Fitnessabonnement wird von gut zwei Dutzend Mitarbeitenden benutzt. Schliesslich vergünstigt das Unternehmen auch Massagen in einem nahegelegenen Zentrum. Über dieses werden auch regelmässig Kurse für die Mitarbeitenden angeboten – beispielsweise zu den Themen Stressab- bau oder gesunde Ernährung.

Jeweils vor dem Winter können sich Mitarbei- tende unentgeltlich bei einem Arzt gegen Grippe impfen lassen, wenn sie das möchten. Zudem wird das gesundheitsstärkende Mittel Echinaforce vergünstigt abgegeben. Schumacher räumt allerdings ein, dass die Zahl der Grippeimpfungen niedrig sei. Insgesamt aber würden die gesundheitsfördernden Aktionen gut genutzt, sagt Schumacher, der auch immer wieder positive Echos von Mitarbeitenden bekommt. Sehr geschätzt werden die saisonalen Früchte, welche das Unternehmen den Mitarbeitenden zur Verfügung stellt. Im vergangenen Jahr wurden 1,92 Tonnen Äpfel, Birnen, Zwetschgen und weitere Früchte verzehrt. Im ganzen Betrieb sind zudem Wasserspender verteilt. Das Wasser kann nach Belieben zusätzlich gekühlt und Kohlensäure da- zugesetzt werden.

Wie weit sich die Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung in einem Rückgang der Absenzen niederschlagen, weiss Thomas Schumann noch nicht, weil die detaillierten Angaben aus dem Absenzenmanagement noch einen zu kurzen Zeitraum umfassen.

Gut betreut bei Krankheit

Für krankheitsbedingte Abwesenheiten hat das Unternehmen ein dreistu ges Betreuungskonzept. Bei kurzen Krankheitsabsenzen holt der Vorgesetzte den Mitarbeiter bei seiner Rückkehr ab, erkundigt sich nach dem Befinden und checkt die Arbeitseinsatzmöglichkeiten. Bei häu geren Absenzen erfolgt ein vertiefendes Gespräch mit dem Vorgesetzten und dem HR-Verantwortlichen. Es gehe dabei insbesondere darum, gemeinsam abzuklären, ob die Krankheit arbeitsplatzbedingt sei und allenfalls Vorkehren getroffen werden können, sagt Schumacher. Bei schwereren Krankheitsfällen wird die betroffene Person betreut und begleitet. Bei Bedarf werde ein Case Management eingerichtet oder der Vertrauensarzt beigezogen. Ziel sei die Hilfe für den Mitarbeitenden. Deshalb werde ihm bei Bedarf auch Unterstützung angeboten, sowohl in Bezug auf den Arbeitsplatz als auch im persönlichen Bereich.

Kernaussage zu BGM:

« Jeder unserer Mitarbeiter ist ein wichtiger Teil des ganzen Unternehmens. Aus- und Weiter- bildungsprogramme stehen bei uns hoch im Kurs und werden grosszügig gefördert und unterstützt. Auf die Gesundheitsförderung und -vorsorge legen wir grosses Gewicht.»