Praxisbeispiel: Helsana Business Health – Best Practice: Altersheimstiftung Gelterkinden

Absenzen im Griff – Kosten gesenkt

Die Altersheimstiftung Gelterkinden beschloss im Frühjahr 2012, die hohe Absenzen- quote mit gezielten Rückkehrgesprächen zu senken. Schon nach wenigen Monaten führte das Projekt zu beachtlichen Einsparungen bei den Personalkosten.

Portrait

«Wenn unsere Mitarbeitenden spüren, dass sich ihr Arbeitgeber für sie interessiert, ändert sich die Einstellung zum Job», erklärt Denise Plattner, Personalverantwortliche des Altersheims. Seit dem Frühjahr 2012 wird die Wertschätzung der Mitarbeitenden als zentrales Element in der Unternehmenskultur gepflegt.

Zu hohe Absenzenquote

Zuvor lag die Absenzquote beim Pflegepersonal in einzelnen Gruppen im zweistelligen Bereich. Die Verantwortlichen des Altersheims in Gelterkinden sahen Handlungsbedarf – immerhin fallen 80 Prozent des Betriebsaufwandes bei den Personalkosten an. Denise Plattner und der Heimleiter rechneten: «Wenn die Absenzen nur um ein Prozent gesenkt werden können, ergibt das Einsparungen von 60 000 Franken pro Jahr.»

Überlastetes Personal

Im Altersheim von Gelterkinden wirkten sich die vielen Ausfälle auch auf das Betriebsklima aus. Fällt eine Pflegekraft aus, muss ein anderer einspringen. Schliesslich kann die Pflege von Heimbewohnern nicht einfach auf morgen verschoben werden. Ständig waren die Kaderangestellten auf der Suche nach Aushilfen für kurzfristig erkranktes Personal. Das kostete viel Energie.

Von den gesundheitlich robusteren Mitarbeitenden wurde erwartet, dass sie allzeit bereit waren, für erkrankte Kollegen oder Kolleginnen einzuspringen. Einzelne, die sich für eine 60-Prozent-Stelle hatten anstellen lassen, erreichten mit den Überstunden ungewollt Arbeitspensen im Bereich von 80 Prozent oder gar von Vollzeitstellen. «Unsere Leute wurden langsam aber sicher müde und hatten genug. Entsprechend hoch war die Personalfluktuation. Nicht zuletzt bekamen auch die Heimbewohner die Unzufriedenheit beim Personal zu spüren», schildert Personalchefin Plattner die damalige Situation.

Absenzenmanagement und Kulturwandel

Im Verlauf des Jahres 2011 besuchte die Helsana-Gesundheitsmanagerin Ursula Bubendor die Heimleitung in Gelterkinden. Man verstand sich auf Anhieb, denn der Schuh drückte bei beiden Unternehmen an der gleichen Stelle: Die hohen Absenzen verursachten auch beim Taggeldversicherer Helsana zusätzliche Leistungskosten. Der Vorschlag, ein Absenzenmanagement einzuführen, stiess bei der Heimleitung auf offene Ohren. Mitte März 2012 fiel der Entscheid, das Projekt mit fachlicher Unterstützung von Helsana anzupacken. Anfangs April wurde das Kader informiert und ein Teil der Führungskräfte gleich in einer Arbeitsgruppe in die Projektarbeit involviert. Im Mai schliesslich fand, zusammen mit den Mitarbeitenden, das «Kick-of-Meeting» statt. Danach war für jeden im Betrieb klar, dass im Personalwesen ein Kulturwandel bevorsteht. «Wir wollen wissen, was los ist, wenn jemand krank ist. Dann können wir auch den Ersatz für die erkrankte Person besser planen», erläutert die Personalchefin das neue Prinzip.

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